zurück
Pferderegion Nordwald

Grenzenlos reiten
Das nördliche Waldviertel bietet optimale Voraussetzungen für das Wanderreiten und Gespannfahren: Leicht hügeliges bis flaches Gelände, abwechslungsreiche Landschaft und zum Großteil unasphaltierte Feld- Wald- und Wiesenwege. Seit 2005 verbindet ein markiertes Wegenetz die derzeit 13 Mitgliedsbetriebe. Jahr für Jahr lockt die noch sehr junge Reitregion mehr Gäste an, die die Vorzüge des Waldviertels zu schätzen wissen.

Die Pferderegion Nordwald gliedert sich in zwei Gebiete: Die Region Nord und das Thayaland. Besonders reizvoll ist, die unterschiedlichen Landschaftsformen auf einer größeren Tour kennen zu lernen, wie wir im Folgenden vorschlagen werden. Das nördliche Waldviertel bietet tatsächlich eine große Vielfalt an Natureindrücken: Die berühmten Granitrestlinge, die als Monumente aus grauer Vorzeit markante Punkte in der Landschaft bilden oder in dichten Fichtenwäldern erst entdeckt werden wollen; die zahlreichen Teiche, von kleinen Fischweihern bis hin zu großen Teichflächen mit mehr als 20 ha; tief eingeschnittene Bäche und hoch darüber vielerorts Burgen, Schlösser und Ruinen; und immer wieder der wohltuende Wechsel zwischen offener Feld- und Wiesenlandschaft und Wäldern. Aufgrund der geringen Höhenunterschiede sind die Touren nicht allzu anstrengend für die vierbeinigen Partner. Für Gespanne nicht passierbare Stellen gibt es auf den Wegen kaum und sie sind auf Ausweichrouten zu umgehen.



Für Pferde und Reiter mit ausreichender Kondition bietet die Nähe zu Südböhmen zusätzliche Möglichkeiten. Auf ausgedehnten Tagestouren in die südböhmische Seenplatte oder nach Tschechisch Kanada eröffnet sich Kilometer um Kilometer nichts als Natur.

Die angrenzenden Pferderegionen sind im Westen das Pferdeparadies Waldviertler Hochland (Zentrum Groß Gerungs, mit Anschluss an die Mühlviertler Alm), im Süden geht es Richtung Gföhlerwald und im Osten ins Weinviertel.

Auf einigen Betrieben werden Sie bei der Routenplanung beraten und erhalten Kartenmaterial basierend auf der A-Map fly. Ebenso können die Strecken mithilfe von GPS geritten werden. Weiters erscheint 2010 bei freytag&berndt eine Wanderkarte über das Obere Waldviertel, in der auch die Wege und Mitgliedsbetriebe der Pferderegion Nordwald verzeichnet sein werden.



Wir lassen die vorgeschlagene 4-Tages-Tour, die vom äußersten Norden Osterreichs ins Thayatal und zurück führt, in Litschau beginnen, der nördlichsten Stadt Österreichs.


Nordwald - Rundritt, 150 km

1. Tag: Von der Wanderreitstation Nordwaldhof in Litschau zum Wieshof bei Waldkirchen a.d. Thaya. Mittagsrast: Reitstall Wühl und Dorfgasthaus in Kautzen - 30km. Vom Ausgangspunkt, wo Sie möglicherweise bereits am Vortag angereist sind, sich die Route beschreiben haben lassen und mit den nötigen Unterlagen ausgerüstet worden sind, starten Sie Richtung Osten. Sogleich begegnet Waldviertel pur: Das kleine Dorf Reitzenschlag ist von einem ausgedehnten Teichsystem umgeben, auch in den anschließenden Wäldern sind Teiche versteckt, vielleicht treffen Sie am Damm des Hornwehrteiches einen Fischreiher an. Nach Überquerung der B5 eröffnet sich ein wunderbarer Blick auf den großen Teich von Groß Radischen. Dieses Dorf wird nur gestreift, vorbei an einer alten Mühle geht es weiter in ein herrliches Waldgebiet mit weichen, moosigen Wegen. Ähnlich hübsch ist es an der Schwarzteichbreiten, und bevor man nach Engelbrechts hinunter reitet, sollte man nicht versäumen, beim berühmten Platz des Skorpions (Anordnung beeindruckender Granitformationen inmitten eines heidelbeerbewachsenen Waldstücks) einen Stopp einzulegen. Zur Erholung können mittags die Pferde im Reitstall Wühl in Kautzen untergebracht werden, das gute Dorfgasthaus ist nur wenige Minuten zu Fuß vom Reitstall entfernt.

Auf der zweiten Tagesetappe wird man feststellen, dass sich die Landschaft verändert: Sie wird weicher, lieblicher. Man nähert sich dem Thayatal. An der Obermühle überquert man den Taxenbach auf einer Brücke. Dann geht es geradewegs nach Osten bis zum Wieshof der Familie Lukas, der direkt an der Thaya liegt. Die Pferde können auf einer Koppel mit Unterständen übernachten, die Reiter werden von der Familie Lukas zum Quartier im nächsten Dorf gebracht. Wer die Pferde in Boxen untergebracht wissen möchte, muss die Etappe bis zum Marienhof in Speisendorf fortsetzen. Ansonsten bildet dieser Wegabschnitt die erste Etappe des 2. Tages:

2. Tag: Vom Wieshof bei Waldkirchen zum Pferdehof St. Nikolaus in Lichtenberg. Mittagsrast: Marienhof in Speisendorf, Gasthaus Riedmühle - 43 km

Der zweite Tag bringt zuerst eine Strecke, die den ganzen Reiz des Thayalands erleben lässt. Über weite Hochflächen und durch lichte Wälder geht es nach Weikertschlag, dann entlang der Mährischen Thaya nach Speisendorf. In der großzügigen Anlage von Maria Hartl werden die Pferde gut entspannen können, während die Reiter in der Riedmühle beim Fischereimeister der Thaya ein zünftiges Mittagessen serviert bekommen.

Auch am Nachmittag ist die Landschaft sehr abwechslungsreich und hügelig. Große Waldgebiete wechseln mit landwirtschaftlich genutzten Flächen und idyllischen Dörfern, bis man den Pferdehof St. Nikolaus erreicht.

3. Tag: Vom Pferdehof St. Nikolaus in Lichtenberg zum Reitstall Inghofer in Heidenreichstein. Mittagsrast: Die Waldschenke bei Kurzschwarza - 41km

Der dritte Tag führt durch das südliche Gebiet der Pferderegion Nordwald. Es ist eher flach, die offene Landschaft herrscht vor. Nach der Ortschaft Vitis reitet man an der Bahn entlang. Die Waldschenke, ein uriges Blockhaus, liegt tatsächlich im Wald. Man ist auf Reitgäste eingestellt. Am Nachmittag geht es wieder stetig nach Norden, zum traditionsreichen Reitstall Inghofer in Heidenreichstein. Traumhafte zusammenhängende Waldgebiete locken, ein besonderer Höhepunkt ist das Hochmoor bei Schrems. Wenn man Amaliendorf durchquert hat, ist es nicht mehr weit bis zu den Inghofers.

4. Tag: Vom Reitstall Inghofer in Heidenreichstein zurück zum Nordwaldhof in Litschau. Mittagsrast in Schlag. - 36km

Man könnte auch eine kürzere Strecke reiten. Aber die Durchquerung der großen Forste an der tschechischen Grenze sollte keinesfalls versäumt werden. Der Weg führt über den ehemaligen Meierhof in Galthof, dann über den Eulenberg, der kurz einen Blick auf das böhmische Chlum freigibt, nach Schlag, wo beim liebevoll restaurierten urigen Bauernhof der Familie Thür eine Jause serviert wird und die Pferde im Garten grasen können. Eine Sehenswürdigkeit der allerletzten Etappe ist das Brauhaus in Hörmanns, Geburtsstätte des Schrammelfestivals und Ort zahlreicher Theateraufführungen. Traditionsträchtig auch der Gutshof fast gegenüber, der mit seinen großen Weiden ein vorbildlicher Aufzuchtbetrieb für edle Warmblüter ist. Nochmals ein kleiner Aufstieg, nochmals ein Halt bei einem wunderbaren Steinplatz, nämlich dem Teufelsstein in der Saass, und dann kommt langsam Litschau in Sicht - Ausgangs- und Endpunkt dieser eindrucksvollen Tour, nach der man zurecht behaupten kann, das Waldviertel kennen gelernt zu haben.


Die Kalkberg-Runde

Wer die Strapazen einer Tour mit verschiedenen Quartieren scheut und lieber Sternritte unternimmt, ist mit dem Ausgangspunkt Litschau ebenfalls gut beraten. Es sind die verschiedensten Runden möglich - von 1,5 - 8 Stunden. Wir empfehlen hier die Kalkberg - Runde, die mit einer Reitzeit von etwa 5 Stunden und einem guten Ort für eine Rast besonders attraktiv ist. Gleich zu Beginn lassen einige lange Sandwege leicht bergauf die Reiterherzen höher schlagen. Der Blick auf den Großen Schandacher Teich mit seinem intensiven Blau ist von besonderem Reiz. Der Höhepunkt der Runde ist aber sicherlich der Kalkberg bei Reingers, wo man direkt an der tschechischen Grenze einen Eindruck unendlicher Abgeschiedenheit erlebt. Lediglich einige hübsche Einzelgehöfte liegen verstreut in der Landschaft. Durch den Partenwald geht es dann hinunter nach Leopoldsdorf, wo die Pferde im Privatstall von Willi und Gabi Straka versorgt werden und die Reiter im Gasthaus Böhm nur 2 Fußminuten entfernt die gute, bodenständige Küche genießen können. Der Rückweg führt durch ein wunderschönes Waldgebiet und das Teichsystem von Reitzenschlag - die Tour vermittelt viele für das Waldviertel typische Eindrücke auf einer nicht allzu langen und anstrengenden Strecke.


Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten der Region:

Burg Heidenreichstein, Burg Raabs und zahlreiche andere Burgen und Schlösser; Vielerorts ausgezeichnete Küche;

Zahlreiche kulturelle Höhepunkte in den Sommermonaten, z.B. Folk-Festival in Waidhofen an der Thaya, Schrammelfestival in Litschau, Kulturbrücke Fratres, Sommerakademie Motten, Sommerakademie Geras, Allegro Vivo…..

Natur: Blockheide Gmünd, Hochmoor Schrems, Heidenreichsteiner Hochmoor, Unterwasserwelt Schrems.

Saisonale Höhepunkte: Abfischfeste im Oktober, Erdäpfelfeste im September, Hoffeste im Juli und August.


Nähere Informationen

Kontakt:
Verein Pferderegion Nordwald
Martina Stigler 0664/3998704

Routenplanung mit A-Map und GPS:
Günther Jeschko 0664/4760929

Tschechien:
Ritte, Beratung und Rittführung
Amei Neubauer 0664/3713825
Martina Stigler 0664/3998704


Alle Mitgliedsbetriebe finden Sie unter www.pferderegion-nordwald.at



Karten-Overlays / Skizzen:
  • Kalkbergrunde (OVL)
  • Kalkbergrunde (DOC)

  • Nordwald Rundritt (OVL)
  • Nordwald Rundritt (DOC)